Der Umsatz-Boom für KMU-Exporteure

Quelle: UPS

Unsere ausführliche Umfrage unter KMUs in ganz Europa liefert wertvolle Informationen für Unternehmen, die auf der Suche nach neuen Märkten im Ausland sind. Das vollständige Whitepaper zur KMU-Studie 2015 können Sie hier herunterladen.

Insgesamt wurden 1.745 deutsche Unternehmen befragt. Der abschließende Bericht geht davon aus, dass es mehr als 120.000 exportierende KMUs in Deutschland gibt. Damit hat das Land die mit Abstand größte KMU-Exportwirtschaft in Europa.

UPS hat die Studie im Sommer 2015 durchgeführt und dazu 10.717 Inhaber oder Geschäftsführer von KMUs über deren Einstellung, Gepflogenheiten, Sorgen und Erwartungen in Hinblick auf den Export befragt. Die Interviews wurden in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Polen durchgeführt. Anschließend wurden 200 Unternehmen aus jedem Markt für weiterführende Untersuchungen ausgewählt. Dabei wurden alle wichtigen Branchen abgedeckt, darunter industrielle Fertigung und Automobilindustrie, Einzelhandel, High-Tech und Gesundheitswesen sowie kleinere Branchen wie Landwirtschaft und Bergbau.

Die Studie hat nicht nur neue Einblicke geliefert, die wir gern an andere exportierende KMUs weiterleiten, sondern konnte zusätzlich herausfinden, welche Art von Unterstützung exportierende Unternehmen benötigen.

Deutschland hat nach wie vor die meisten exportierenden KMUs in Europa

Insgesamt wurden 1.745 deutsche Unternehmen befragt. Der abschließende Bericht geht davon aus, dass es mehr als 120.000 exportierende KMUs in Deutschland gibt. Damit hat das Land die mit Abstand größte KMU-Exportwirtschaft in Europa. Weit dahinter auf Platz 2 liegt Frankreich mit knapp über 58.000 exportierenden KMUs.

Offenbar liegt den Deutschen das Exportieren im Blut. Mit 18 % hat Deutschland auch den höchsten Anteil an KMUs, die als Exporteure tätig sind. Diese sind weniger auf die USA fokussiert als die KMUs in anderen Ländern. Gleichzeitig gibt es in Deutschland den höchsten Anteil an KMUs, die in europäische Länder außerhalb der EU exportieren. Der Anteil der KMUs, die nach China exportieren, ist mit nur 4 % am niedrigsten.

Die Überzeugung, dass Exporte zum Wachstum beitragen, kann durch Zahlen unterstützt werden: So geben 54 % der exportierenden KMUs in Deutschland an, dass ihr Umsatz in den vergangenen drei Jahren gestiegen ist (europaweit der höchste Prozentsatz), während nur 10 % einen Umsatzverlust verzeichnet haben.

Angesichts des Exporterfolges von Deutschland überrascht es, dass die hiesigen Unternehmen weniger optimistisch sind als in allen anderen Märkten außer Frankreich. Dennoch ist die allgemeine Stimmung positiv: Mehr als doppelt so viele deutsche KMUs gehen davon aus, dass das Versandvolumen zu- statt abnimmt (34 % gegenüber 16 %).

Das ist eine gute Nachricht für die Wirtschaft, denn die Studie zeigt, dass exportierende Unternehmen erfolgreicher sind als Unternehmen, die ausschließlich auf den heimischen Markt setzen. Es gibt also gute Gründe, Unternehmen zu ermutigen, ihr Wachstum durch neue Märkte im Ausland zu fördern.

Wachstumsmotoren und Bedenken

Einen Aspekt, den deutsche KMUs mit ihren meisten europäischen Kollegen teilen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie aufgrund der Kundennachfrage in Exportmärkte eintreten.

Unsere grafische Übersicht zeigt, wie Sie sich auf die Kundennachfrage vorbereiten können.

„Europäische KMUs weiten ihre Exporttätigkeiten aus und expandieren in neue Märkte, um ihr Geschäft auszubauen“, erklärt Cindy Miller von UPS Europe. „Bemerkenswert daran ist, dass häufig die Kunden der ausschlaggebende Faktor dafür sind. Viele KMUs werden durch vermutete und tatsächliche Exportbarrieren abgeschreckt, bis Kunden mit einem Exportauftrag an sie herantreten. Dabei profitieren europäische KMUs von Exportchancen – insbesondere in Zeiten eines boomenden Online-Handels.“

Das überraschendste Ergebnis der Umfrage in Deutschland waren die Export-Hindernisse, die KMUs wahrnehmen. Deutschland ist der einzige Markt, in dem Unternehmen die Internetsicherheit und das Phishing als größte Bedenken beim Export innerhalb der EU angeben. In den übrigen Märkten waren diese beiden Aspekte nicht unter den drei Hauptbedenken.

Auch für den Export außerhalb Europas gehört dies zu den drei Hauptbedenken: Nur in den Niederlanden geben Unternehmen diese Sorge ebenfalls an.

Doch mit einem Logistikpartner, der über das erforderliche Wissen und die nötige Erfahrung verfügt, lassen sich diese und andere Sorgen aus dem Weg räumen.

UPS ist für seine Zuverlässigkeit bekannt. Wir gehören zu den weltweit größten Zollmaklern und sind stolz darauf, allen unseren Kunden modernste und sichere Technologie kostenlos anbieten zu können.

Wie und wohin exportieren KMUs?

Der Bericht untersucht alle Vertriebskanäle und zeigt eine schnelle Akzeptanz des Online-Handels unter europäischen KMU-Exporteuren (mit einer Zunahme von bis zu 52 % im Jahr 2015). Deutschland ist einer von vier Märkten, in denen mehr als 60 % der KMUs Online-Kanäle für den Export nutzen.

Selbst im Automobilsektor, der nach wie vor auf traditionelle Vertriebskanäle wie Telefon und das persönliche Gespräch setzt, ist das Internet angekommen. Im Allgemeinen erkennen die KMUs in diesem Bereich den Wert einer starken Online-Präsenz. Heute verkaufen Unternehmen marktübergreifend mehr Produkte online als über irgendeinen anderen Kanal.

Häufig versenden deutsche KMUs mehr Ware an Unternehmen als an Verbraucher — insgesamt gehen 61 % der Sendungen an Unternehmen.

Während die meisten KMUs in der EU Handel innerhalb der Gemeinschaft treiben, exportieren deutsche KMUs dagegen mehr in europäische Länder außerhalb der EU.

Weitere wichtige Exportziele für Deutschland sind die USA (16 % des Absatzes), Nahost (15 %) und Asien (ohne China).

Der anhaltende Trend zu globalen Lieferketten bedeutet, dass fast Dreiviertel aller KMUs ihre Ware nicht direkt an Verbraucher, sondern an Unternehmen versenden.

Unsere grafische Übersicht zeigt, wie KMU-Exporteure Chancen nutzen können.

Was bringt die Zukunft?

Unsere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Exporttätigkeiten für europäische KMUs und für das Wachstum in Europa an Bedeutung gewinnen. Exporteure nutzen neue Technologien, bereiten sich auf das Wachstum vor und suchen innovative Möglichkeiten zur Geschäftsabwicklung. Diese Trends werden sich im kommenden Jahr wahrscheinlich fortsetzen und intensivieren.

„Die exportierenden KMUs in Europa reifen schnell“, so Cindy Miller, Präsidentin bei UPS Europe. „Zurzeit machen sie sich in erster Linie Gedanken über praktische Fragen wie die physische Sicherheit von Sendungen. Fragen also, bei denen Logistikpartner helfen können, damit die Unternehmen internationale Märkte ansprechen können.“

Als weltweit größter Zollmakler mit Experten in allen Marktsegmenten stehen wir Ihnen bei allen praktischen Angelegenheiten gern zur Seite.

Auf Grundlage der wichtigsten Fragen, die sich aus unserer Studie ergaben, haben wir den Fragebogen „Exportchancen für KMUs“ entwickelt. Dieser Fragebogen hilft Ihnen, zu sehen, wo Ihr Unternehmen im Vergleich zu seinen Mitbewerbern steht. Außerdem erhalten Sie einen personalisierten Bericht und Vorschläge für die weiteren Schritte auf Ihrer Reise in die Welt des Exports.

Das vollständige Whitepaper zur KMU-Studie 2015 können Sie hier herunterladen.

Die Teilnehmer an dieser Studie wurden von Dun and Bradstreet ausgewählt. Sie stammen aus folgenden Branchen: industrielle Fertigung und Automobilindustrie, Einzelhandel, High-Tech und Gesundheitswesen. Im Rahmen dieser Studie wurden kleinere Branchen wie Lebensmittelhersteller, Textilindustrie, Milcherzeuger, Chemie-Industrie, Cafés, Bars und Restaurants ausgenommen, ebenso Hauptsektoren wie Landwirtschaft, Bergbau und Bauwesen.

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