Internationale Lieferketten

Quelle: UPS

Suchen Sie Partner, die für Ihre Lieferkette einen Mehrwert schaffen, und erhöhen sie dadurch die Chancen auf ein erfolgreiches Exportgeschäft.

Logistik ist die Verteilung von Waren über alle Stationen der Lieferkette bis zum Endkunden.

Aufbau einer internationalen Lieferkette

Waren zu exportieren bedeutet oft, dass Partner gefunden werden müssen, die Ihre Produkte im Ausland verkaufen oder ausliefern. Das Aufbauen von Geschäftsbeziehungen, die einen Mehrwert für Ihr Produkt generieren und nicht nur Kosten verursachen, ist für jedes Unternehmen, das Waren ausführen möchte, eine Herausforderung.

Eine Wertschöpfungskette besteht aus allen Schritten – von der Entwicklung bis zum Endverbrauch – die Ihr Unternehmen unternimmt, um Produkte herzustellen oder Dienstleistungen anzubieten und diese den Kunden verfügbar zu machen. Der Aufbau einer effizienten vorgelagerten Lieferkette durch Zusammenarbeit mit den richtigen Lieferanten kann Ihre Kosten bedeutend reduzieren und Ihr Unternehmen damit zuverlässiger und flexibler machen. Sofern Sie Ihre Güter nicht direkt an Konsumenten im Ausland verkaufen, ist es genauso wichtig, die nachgelagerte Lieferkette stabil aufzubauen.

Gewisse Schritte in einer Lieferkette wie etwa die Lagerung und der Verkauf sind normalerweise interne Abläufe, wenn Ihr Unternehmen nur im inländischen Markt tätig ist. Wenn Sie Waren aber auch ausführen wollen, müssen Partner gefunden werden, die einen Teil dieser Aufgaben für Sie übernehmen können. Es gibt mindestens fünf verschiedene Arten, eine nachgelagerte Lieferkette aufzubauen. Bei jeder dieser Arten haben Sie unterschiedlich viel Einfluss auf den Verkaufspreis und die Platzierung Ihres Produktes sowie auf die Werbung.

Inländische Käufer

Als ersten Schritt ins Exportgeschäft besteht die Möglichkeit, einen inländischen Käufer zu finden, der Ihre Produkte für Sie exportiert. Möglicherweise erwirbt der Käufer Produkte von verschiedenen inländischen Anbietern und fasst sie zu einer Sendung zusammen, die von einem oder mehreren Standorten im Ausland verkauft oder verteilt wird. Der Käufer trägt das gesamte Risiko und kümmert sich um die Einzelheiten der Ausfuhr. Da das Produkt in einem frühen Stadium der Lieferkette an den Käufer verkauft wird, ist Ihr Einfluss auf den endgültigen Verkaufspreis und die Verteilung sehr wahrscheinlich beschränkt.

Großhändler im Ausland

Großhändler in dem Land, in das Sie exportieren möchten, verfügen möglicherweise bereits über Vertriebsnetze mit Kunden, an die Sie verkaufen wollen. Sie könnten große Mengen Ihres Produktes an den Großhändler verkaufen, der diese dann an seine Kunden weiterverkauft. Dafür müssten Sie mit dem Großhändler verhandeln, um sicherzustellen, dass Ihre Produkte an die richtigen Geschäfte verteilt und zum richtigen Preis angeboten werden. Es kann schwierig sein, auf diesen Prozess viel Einfluss auszuüben.

Vertreter und Zwischenhändler

Möglicherweise kann ein Vertreter oder ein Zwischenhändler gefunden werden, der Zugang zu Kunden hat, an die Sie verkaufen möchten, wenn Sie nicht selbst über solche Kanäle verfügen. Vertreter oder Zwischenhändler können in Ihrem Land oder – was häufiger der Fall ist – in dem Land, in das Sie exportieren möchten, ansässig sein. Sie können Ihnen Zugang zu Fachwissen und Geschäftskontakten verschaffen, Sie selbst behalten jedoch vorwiegend die Kontrolle über den Verkaufsprozess. Als Gegenleistung für das Aushandeln von Transaktionen für Sie werden die Vertreter entweder auf Provisionsbasis bezahlt oder erhalten ein monatliches Honorar.

Direkte Ausfuhr

Dies ist der schwierigste Weg, da Ihr Unternehmen dabei viele Aspekte des Ausfuhrprozesses, z. B. Marktforschung, Vertrieb im Ausland oder Annahme von Zahlungen, selbst abwickeln muss. Ein einfacheres Vorgehen ist das Ausführen zu einem einzigen Standort, beispielsweise dem Verteilzentrum einer Supermarktkette, von dem die Produkte dann in die einzelnen Geschäfte verteilt werden. Obwohl Sie dabei möglicherweise nicht bestimmen können, zu welchem Preis das Produkt schließlich verkauft wird, können Sie eventuell Einfluss auf Auslagen und gemeinsame Werbung nehmen.

Direkte Investitionen im Ausland

Dies ist die aufwendigste Ausfuhrmethode, da Ihr Unternehmen dabei ein eigenes Verteil- und Vertriebsnetz im betreffenden Land aufbaut. Dabei kann es sich um eine Verkaufsniederlassung oder eigene Geschäfte handeln und der Verwaltungsaufwand, die Kosten und nicht zuletzt die Risiken sind erheblich. Diese Strategie eignet sich dafür, direkte Beziehungen mit Konsumenten aufzubauen, und gibt Ihnen maximale Kontrolle über die Preisgestaltung und die Werbung für Ihre Produkte.

Eine nachgelagerte Lieferkette kann verschiedene Formen annehmen. In einem Markt kann eine Kombination von Vertriebsmethoden angewandt werden. So können Sie z. B. für ein Kundensegment den Direktexport wählen und gleichzeitig auch an einen Großhändler verkaufen, der Zugang zu einem anderen Kundensegment hat.

Auch wenn der Eigentumsübergang der Waren zu einem frühen Zeitpunkt in der Lieferkette stattfindet, ist die Wahl des richtigen Vertriebspartners entscheidend. Ein extremes Beispiel: Ein Großhändler könnte einen Exklusivvertrag für Ihre Produkte aushandeln, ohne dass er beabsichtigt, diese je zu verkaufen. Er möchte sie stattdessen nur aus einem bereits stark umkämpften Markt heraushalten.

Komplexe Vertriebsnetze sind schwieriger zu steuern, da der Informationsfluss teilweise nicht in beide Richtungen läuft. Das kann dazu führen, dass Bestände nicht am (der Nachfrage entsprechenden) optimalen Standort gelagert werden. Auch die Transportart wird vom Aufbau der Wertschöpfungskette bestimmt. Wenn ein E-Commerce-Unternehmen ein Produkt direkt an einen Endkunden verkauft, wird dieses höchstwahrscheinlich in einem Paket versandt. Lieferungen an einen Großhändler werden eher über Paletten- oder Containerladungen abgewickelt.

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